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BruceLee kick lines1 kleinDas Jun Fan Gung-Fu ist das erste, von Bruce Lee konzipierte Kampfkunst-System. Es basiert auf den südchinesischen Kung-Fu Stil Wing-Chun und wurde von Lee in den 60'er Jahren in Seattle erstmals unterrichtet. Die Entstehungsgeschichte des Systems ist typisch für Lee's unbändigen Entwicklungsdrang, der seinen Anfang im Training des Wing-Chun unter seinem Trainer Yip-Man fand. Lee war sehr motiviert und eifrig bei der Sache. Seine Frau Linda schrieb später*, dass Bruce Lee häufig sehr früh zum Training erschien, um den anderen Schülern den Ausfall des Trainings mitzuteilen. Dadurch erreichte er die ungeteilte Aufmerksamkeit seines Trainers, der sich natürlich über die schlechte Beteiligung beim Training wunderte.

Schnell erkannte Lee Schwachstellen an diesem System, fand jedoch anfangs nicht die Möglichkeiten, diese zu beheben. Erst mit seinem Umzug aus China in die USA nahm er auch die Möglichkeit in Anspruch, viele andere Stile zu trainieren und von ihnen zu lernen. Immer mehr integrierte er die erlernten Techniken aus anderen Stilen in das Wing Chun, kombinierte und koordinierte sie zu einem Gesamtstil und modifizierte so das System zu einem kompakten, effizienten und absolut durchschlagenden Stil. Diesem Stil gab er 1965 seinen Namen: "Jun Fan" Gung-Fu ("Bruce" war Lee's amerikanischer Vorname). Lee versuchte vor allem neue Trainingselemente, wie grundlegende Beinarbeit (z. B. auch aus dem Fechten) und Rhythmus in dieses neue System zu installieren.

Das Jun Fan Gung-Fu beinhaltet den Einsatz aller nur möglichen Waffen, also Hände, Füße, Ellbogen, Knie und Kopf. Sogar die Hüften und Schultern kommen im Stand zum Einsatz, um mit deren Hilfe den Gegner zu Destabilisieren. Trainiert werden diese Waffen nach ihren Distanzen: Füße in der weiten Distanz, Hände in der näheren und Ellbogen und Knie in der Nahkampfdistanz. Auch der Bodenkampf ist im Jun Fan Gung-Fu eine Distanz, in der alle nur möglichen Waffen zum Einsatz kommen. In jeder Distanz baute Lee so genannte „Drills“ ein - eine immer wiederkehrende Abfolge von Techniken. Diese Drills sollen die Schüler befähigen, Techniken nicht einzeln, sondern als zusammenhängende Bewegungen zu verstehen und auszuführen. Dabei sollen die Übergänge zu den einzelnen Distanzen fließend und ohne Störungen ablaufen. Die Vielseitigkeit des Jun Fan Gung-Fu macht sich auch in den Sportarten bemerkbar, die in diesem System enthalten sind: Ringen, europäisches Boxen, Thai-Boxen, Savate (franz. Kickboxen), Judo, Kali, u.v.m. (insgesamt waren es ca. 26 Kampfkünste!) Daher wird im Jun-Fan Gung-Fu wie im europäischen Boxen geboxt, wie im Thaiboxen und Savate gekickt und wie im Catchen, Ringen oder Judo geclincht und geworfen, sowie im Boden gekämpft.

Es wäre allerdings kein System von Bruce Lee, würde es nicht besondere Trainingsinhalte im Jun Fan Gung-Fu geben. Seine Ideen zur konsequenten Umsetzung von An- und Entspannung, vom schnellen, ansatzlosen Schlagen und Treten, sowie von "durchschlagenden" Scheinattacken sind nur einige der herausragenden Möglichkeiten, die in diesem System Anwendung finden. Da sich das System außerdem keinerlei Regeln unterstellt, ist es hervorragend für das Streetfighting geeignet, da der Anwender durch das individuelle und abwechslungsreiche Training prinzipiell an seinen Stärken und Schwächen arbeitet.

*Linda Lee: Der König des Kung Fu. Burce Lee. Sein Leben und Kampf. Falken-Verlag Sicker Wiesbaden. 16. Auflage (Februar 1998)

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