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Menü: FAQ

Wir hoffen, dass Sie hier die Antworten auf Ihre vielen Fragen finden:

Unter dieser Rubrik werden allgemeine Fragen, die immer wieder gestellt werden, beantwortet. Haben Sie weitere Fragen, die Sie interessieren und die wir hier noch nicht beantwortet haben? Wir würden uns sehr über Ihre Zuschriften freuen und beantworten jede ihrer Fragen, sofern Sie sich vorher registriert haben.

 

Ab welchem Alter ist ein Einstieg in die Kampfkunst sinnvoll?

Die Frage kann wieder nur aus unserer Sicht und in zwei Teilen beantwortet werden: Im Kampfsport können Kinder schon ab 6 Jahren trainieren. Dabei ist vor allem das Judo-Training zu empfehlen, da hier den kindlichen Bedürfnissen auf einer äußerst kontrollierten Art entgegengekommen wird (rangeln und raufen).

In der Kampfkunst ist ein Einstieg eigentlich erst ab ca. 13 Jahre sinnvoll. Zum einen sind die Bewegungsabläufe zumeist äußerst komplex und vielseitig, sodass allein von der mentalen und intellektuellen Seite die Anforderungen sehr hoch sind. Zum anderen geht es ganz einfach um ziemlich gefährliche Bewegungsabläufe, für die eine gewisse geistige und körperliche Reife gegeben sein muss. Immer daran denken: Wer Kinder trainiert, sollte unbedingt über pädagogischen Know-how verfügen, um auch ein Kindergerechtes Training zu gewährleisten.

Für die Eltern: Ein Schwarzgurt ist nicht gleichzusetzen mit einer pädagogischen Ausbildung, obwohl viele Schwarzgurte meinen, dass sie mit ihrer Meistergraduierung plötzlich gut in Allem seien. Im Zweifelsfall sprechen Sie den Trainer direkt an und fragen ihn nach seinen päd. Fähigkeiten. Nehmen sie unbedingt Abstand von den Trainern, die ausschließlich mit "Erfahrung" argumentieren, da Erfahrung nicht mit Wissen gleichzusetzen ist! Schlagen und Treten sollte bei Kinder STARK reglementiert sein.

Übrigens sind für den Einstieg in eine Kampfkunst bzw. einen Kampfsport altersmäßig nach oben hin keine Grenzen gesetzt!
 

Ich habe ein verhaltensauffälligens Kind. Könnte eine Kampfkunst weiterhelfen?

Im Prinzip schon, wenn der Trainer auch über ein angemessenes Fachwissen verfügt und somit adäquat auf die Problematik eingehen kann. Natürlich wird nie ein Trainer sagen, dass er Mitglieder aufgrund dieser oder jener Macke nicht aufnimmt – jedes Mitglied bringt Geld, außerdem muss in einem gemeinnützigen Verein - eigentlich - jeder Interessent aufgenommen werden, sofern dieser einen entsprechenden Antrag stellt.

Eigentlich können nur Fachleute bei psychischen und pädagogischen Problemen eine sinnvolle und angemessene Hilfestellung leisten, sofern diese mit dem Training auch aufgearbeitet werden sollten. Auch ist zu bedenken, dass gerade für problematische Kinder und Jugendliche Kampfkünste nicht immer die beste Lösung ist. Da viele in ihrer sozialen Kompetenz eingeschränkt sind, bietet sich zumeist auch ein Sport an, der diese Einschränkungen aufarbeitet. Daher sind nicht allzu körperbetonte Sportarten, wie Basketball oder Volleyball idealer.

Fuß- und Handball sind weniger geeignet, da sich hierbei der Körperkontakt mit den Gegenspielern kontraproduktiv auswirken könnte. Der Unterschied zwischen einem gewollten (taktischen) Foul und einem Foul aus Gründen eigener Frustration würde an Trennschärfe verlieren, die Moralentwicklung würde leiden.

Ist es sinnvoll einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen?

Die Teilnahme an so einem Kurs ist zur Wissenserweiterung natürlich immer sinnvoll... aber:

Es kommt natürlich immer darauf an, welchen Sinn bzw. welches Ziel ein derartiger Kurs verfolgt. Grundsätzlich kann niemand ernsthaft annehmen, sich über einen Kurs Fähigkeiten anzutrainieren, welche selbst in lebensbedrohlichen Situationen wirken. Sinnvoll an so einem Kurs ist, dass man in den Kampfkunstalltag mal hineinschnuppern kann. Um sich aber vernünftig verteidigen zu können, muss man selbstverständlich entsprechend regelmäßig trainieren. Dabei ist die Kampfkunst aber keine Ausnahme: Ohne ein regelmäßiges Training wird man in keiner Sportart die Möglichkeit haben, besser oder auch "gut" zu werden.

Die Frage ist also, um was es sich für einen Kurs handelt. Kurse zur Einführung in bestimmte Bereiche der Kampfkunst machen auf jeden Fall Sinn. Kurse zur Vorbereitung auf den Ernstfall machen keinen Sinn und können sogar gefährlich werden (Selbstüberschätzung = falsches, eigengefährdendes Handeln)!

Kann ich mit einer Behinderung eine Kampfkunst ausüben?

Natürlich kommt es darauf an, wie sich die Behinderung auf die physischen und psychischen Gegebenheiten des Betreffenden auswirken. Häufig können körperliche Behinderungen durch eine starke Willenskraft zwar nicht völlig kompensierend, aber dennoch merklich entgegengewirkt werden, sodass sich der Betroffene selbst seine Handlungskompetenz in seiner eigenen Geschwindigkeit erarbeiten kann. Demnach bleibt den Betroffenen zumeist keine andere Wahl, als es einfach auszuprobieren.

Bei geistigen Beeinträchtigungen erreichen die Betroffenen i. d. R. sehr schnell ihre Grenzen, wobei leichte bis mittelschwere Lernschwächen schon die Grenzen bilden. Bei den neurotischen Erkrankungen (z. B. Depressionen ) könnte man noch Einfluss nehmen, bei den strukturellen Erkrankungen (Borderline) und natürlich auch den psychiatrischen Erkrankungen (Psychosen) schon nicht mehr. Diese Menschen benötigen kein Kampfkunsttraining, sondern eine Therapie.

Vor Augen führen sollte man sich dabei, dass die meisten Trainer weder Physiotherapeuten noch Psychologen sind, also überhaupt nicht wissen können, was ein Betroffener in seiner Behinderung für Bedürfnisse hat und wie man diesen entspricht. Viele Trainer meinen zwar aufgrund ihrer z. T. langjährigen Trainertätigkeit und ihres schwarzen Gürtels gleichfalls auch sozialpädagogisches, psychologisches und physiologisches Wissen zu haben, bleiben objektiv aber weiterhin in diesen Fächern Laien.
 

Macht einem eine Kampfkunst unbesiegbar?

Deutliche Antwort: Natürlich nicht! Mit dem Training einer Kampfkunst verschafft man sich zwar physisch und psychisch enorme Vorteile gegenüber einem Aggressor, aber keine Gewinngarantie. Problem in der Realität ist es, dass ein Bösewicht seine Absichten nicht vorher mitteilt, man selbst also plötzlich und unerwartet vor einer evtl. sogar lebensbedrohlichen Situation steht. Damit spielt der Aggressor seine wichtigste Karte, das Überraschungsmoment, aus. Ziel ist es also zunächst, den ersten Angriff zu „überleben“, den man wahrscheinlich nehmen bzw. einstecken muss. Dies steht im Gegensatz zum Training, in dem zwar Angriffe auch spontan erfolgen können, es die Gesamtsituation aber bedingt, immer einen vorher ausgemachten „Gegner“ vor sich zu haben und sich innerhalb einer sicheren Situation aufzuhalten. Letztlich ist jedem im Training bewußt, dass es hier nicht um Gesundheit oder Leben geht.

Bedeutet: das Überraschungsmoment und die Gewissheit der Ernsthaftigkeit der Lage sind psychische Stressoren, die sich so nicht in einem Training bedienen lassen. Jeder Ernstfall ist demnach einzigartig, unterliegt einer eigenen Dynamik und ist unberechenbar. Daher waren Kampfkünstler in der Vergangenheit schon oft in Zweikämpfen auf der Straße unterlegen. Viele Kampfkünstler hören das nicht gerne, weil es aus ihrer Sicht eine Beschädigung ihres Image bedeutet. Diese Art der Selbstinitiierung hat sich leider im Laufe der Zeit weit verbreitet und verselbstständigt.
 

Sollten Frauen beim Kampfkunsttraining besser unter Frauen trainieren?

Aus praktisch-realistischen Gründen muss die Antwort eindeutig NEIN heißen, aus praktisch-emotionalen Gründen eher JA.

Einziger Vorteil dieses Trainings einer Kampfkunst unter Frauen ist das psychologische Moment. Viele Frauen fühlen sich unter Frauen wohler, weniger beobachtet und können von daher freier agieren. Von daher machen reine Frauenkurse, z. B. als Einstiegskurs, sehr wohl Sinn.

Wie allerdings bereits in einer anderen Frage erwähnt wurde, bedient sich die Kampfkunst einer Sichtweise, die sich unmittelbar an der Realität orientiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau auf der Straße von einer anderen Frau angegriffen wird, ist extrem gering. In reinen Frauenkursen werden im Training Gewöhnungsprozesse unterstützt, die aus Sicht der Kampfkunst eher kontraproduktiv sind. Im Gegenteil: Für Frauen sollte es ein „MUSS“ sein, mit Jungen und Männern zu trainieren, um die Urgewalt der Angriffsenergie eines männlichen Angreifers zu erleben. Daher reicht es nicht aus, wenn Frauen unter Frauen trainieren und sich ab und zu für das Training einen männlichen Mitstreiter holen, der dann praktisch als „Dummy“ (keine Gegenwehr, keine realistische Kulisse) herhalten muss.
 

Was ist der Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst?

Auf diese Frage gibt es keine allgemein-gültige Antwort. Daher kann hier nur erklärt werden, wie wir diese Unterschiede definieren.

Kampfsport ist für uns die sportliche Variante des Kampfes. Der Kampf unterliegt dabei einem rudimentärem Reglement, wie z. B. einer Zeit- und Flächenbegrenzung und ist zumindest in Gewichts- und Altersklassen, oft auch noch in Gürtelklassen u. ä. limitiert. Kampfsportler tragen zumeist weiße (manchmal auch blaue oder schwarze) Anzüge, die - je nach Art der Wettkämpfe - reißfester bzw. schwerer oder leichter sein können und trainieren und kämpfen Barfuß. Bekannte Kampfsportarten sind z. B. Judo, Karate, Boxen und Taekwondo.

Kampfkunst bezieht sich auf die Kunst, sich auf der Straße im Kampf zu behaupten. Dieser Kampf unterliegt keinerlei Reglementierung, daher wird in der Kampfkunst versucht, so realitätsnahe wie möglich zu trainieren, also z. B. mit Schuhwerk und in "normaler" Trainingskleidung, wie z. B. T-Shirt und kurzen Shorts. Bekannte Kampfkünste sind z. B. Wing-Tsun, Jun-Fan Kung-Fu und Kali/ Excrima. Ein weiterer, oft benutzter Begriff, ist auch die

Selbstverteidigung. Hierbei geht es – lt. unserer Ansicht – zwar auch um den Kampf auf der Straße, dieser findet allerdings im Training nicht immer den in einer realen Kampfsituation vorzufindenden Rahmen. Sprich: In der Selbstverteidigung findet die Auseinandersetzung mit der Realität eher auf einer theoretisch-praktischer Ebene statt. So trainiert man häufig in der Selbstverteidigung in reißfesten Anzügen und mit Barfüßen. Bekannte Selbstverteidigungssportarten sind z. B. Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Hapkido und Aikido.

 

Welche Kampfkunst ist die Beste?

Eine häufig gestellt Frage, die man ziemlich einfach beantworten kann: Es gibt keine "guten" und "schlechten" Stile, sondern nur gute und schlechte Sportler. Leider wirken auch hier die von vielen "Meistern" in die Welt gesetzten Klischees. Sie möchten natürlich ihren Kampfsport bzw. ihre Kampfkunst verkaufen. Eine Werbestrategie, die uns eigentlich bekannt sein sollte. Komischerweise wird sie im Kampfsport und in der Kampfkunst wenig bis gar nicht entlarvt.

Der Gewohnheitsprozeß (hier eher die Konditiontierung), dem wir tagtäglich über die Medien ausgesetzt sind, will uns suggerieren, dass z. B. Wäsche weißer als Weiß gewaschen werden kann, eine Batterie länger hält als die Andere und dass ein Auto wesentlich besser fährt, als ein Anderes. Bedeutet: alles befindet sich in einer ständigen Konkurrenz zueinander, daher muss der potentielle Kunde umworben werden.

Gleiches gilt für die Kampfkunst: auch die vielen Stile befinden sich in Konkurrenz zueinander. Es gilt also nicht festzustellen, welcher Stil überhaupt "der Beste" ist, sondern welcher Stil zu einem selbst passt und welche Absichten man selbst hat.
 

Wie stark spiegeln Kung-Fu-Filme (Eastern) die Realität?

Eigentlich gar nicht. Filme sollen unterhalten. Außerdem sehen es die Zuschauer gerne, wenn der Protagonist überlebt und vorher die Bösewichter ausschaltet. Dabei wäre es langweilig, wenn sich einfach nur gekloppt werden würde, also versuchen die Filmemacher, die Zuschauer mit aufwändigen Choreographien in ihren Bann zu ziehen. Bei diesen Choreographien handelt es sich zumeist um ausgeklügelte und möglichst spektakuläre Bewegungsabläufe. Beispielsweise bestehen die Film-Kämpfe überwiegend aus den unterschiedlichsten Tritten und Schlägen, weniger aus Würfen, Würgern und Hebel und noch weniger aus Bodentechniken. Bruce Lee war einer mit der ersten und einzigen, die ohne schnelle Schnitte und technischen Aufwand Kampfszenen in Natur darstellte.
 

Wirkt sich ein Kampfkunsttraining positiv auf meine Figur aus?

Theoretisch ist das möglich, praktisch allerdings nur mit sehr großer Anstrengung umsetzbar - eben so, wie in anderen Sportarten auch. Leute, die genetisch gut gebaut sind, werden weniger Probleme haben, ihren Körper fit zu halten. Diese sind aber nicht der Maßstab für die Wirkung eines Kampfkunst-Trainings auf den Körper. Es ist wichtig zu wissen, dass zum Abbau von Körperfett und zum Aufbau von Muskulatur ein normales Kampfkunsttraining nicht ausreicht. Hierfür ist es unerlässlich, speziell in diese Richtung (Muskelzuwachs) zu arbeiten, also z. B. intensiv die konditionellen Faktoren, wie Kraft und Ausdauer, zu trainieren. Als Ergänzung ist also der Besuch eines Fitnesscenters und einer Ernährungsberatung auf jeden Fall von Vorteil.
 

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