Panel

Dienstag: 1. Qualität  
Dienstag: 2. Qualität  
Freitag: 1. Qualität  
Freitag: 2. Qualität  
Samstag: In Planung  

Wie sieht Ihre Strategie aus, falls Sie tatsächlich angegriffen werden sollten - bzw. haben Sie sich damit überhaupt schon einmal befaßt? Würden Sie einfach davon laufen, ohne Plan, ohne Ziel? Wenn Sie diese Strategie verfolgen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Flucht ein unangenehmes Ende nimmt. Durch Ihre Panik, Ihren Tunnelblick und Ihre unkoordinierte Flucht könnten Sie es evtl. ihrem Peiniger erleichtern, anstatt ihm zu entfliegen. Egal wie schnell Sie sein mögen, egal wie viele Haken Sie schlagen: Ohne zu wissen, wohin Sie laufen, stolpern Sie dem Täter wohlmöglich direkt vor die Füße. Hierzu ein Beispiel aus der Tierwelt: https://www.youtube.com/watch?v=5Slggi3xTzE

Was also ist zu tun?

Zunächst die Botschaft: Befassen Sie sich ab und an geistig mit dieser Materie und verfallen Sie nicht in das Denken: "Ach, dass kann mir gar nicht passieren!" Problematisch ist, dass viele Trainer vor allem in Chrash- bzw. Selbstverteidigungskursen aber auch im "normalen" Training dazu raten, sich durch Flucht dem Angreifer zu entziehen. Da Flucht ein evolutionär sinnvoller Gedanke ist, der auf das "Heute" übertragen aber nicht immer sinnvoll sein muss, folgender Grundgedanke:

Flucht macht nur Sinn, wenn man sich als Flüchtender auch sicher sein kann, zumindest schneller und ausdauernder als der Angreifer zu sein.

Falls dies nicht so sein sollte, ist es klüger, all seine physische und psychische Kraft in eine andere Verdeitigungsstrategie zu investieren. Ist man langsamer als der Angreifer, hat man den Angreifer wiederum vor sich stehen. Die Frage ist dann, wer von beiden Ausdauernder ist. Hat man sich beim Laufen schon verausgabt, fehlen wohlmöglich Kräfte bei der evtl. unweigerlich bevorstehenden Kampfaktion.

Auch wenn man meint, schneller und ausdauernder als der Angreifer zu sein, bedeutet es nicht, seine Flucht "ungeordnet" anzutreten. Vielmehr ist es von Vorteil, die Flucht grundsätzlich in die Richtung anzutreten, in der eine schnelle Hilfe (Öffentlichkeit herstellen) zu erwarten ist. Was aber, wenn man sich in der betreffenden Gegend nicht auskennt, z. B. weil man sich im Urlaub in einer völlig fremden Umgebung befindet? Hier kann es dann auch nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Eine Flucht würde hier nur in die Richtung Sinn machen, aus der man kam (die man also kennt) und von der aus wiederum Hilfe zu erwarten ist. Dorthin wiederum können Sie allerdings nur flüchten, sofern Ihnen Ihre Gegenüber den Weg dahin nicht versperrt. Bitte denken Sie immer an die Gazelle! Prinzipiell ist es klug, die breits bekannten, präventiven Ratschläge einzuhalten, also z. B. nicht den kürzeren Weg wählen, wenn dieser gefährlicher (weil z. B. dunkler, abgelegener) ist. Bei der Flucht vor Ihrem Peiniger sollten Sie dabei also folgende Dinge beachten, sofern dies überhaupt - aufgrund des hohen Stresspotentials - möglich ist:

  • Sie sind gut trainiert
  • Sie haben gute Nerven
  • Sie haben keine Drogen genommen (auch kein Alkohol)
  • Sie wissen, dass sie schneller sind
  • Sie wissen, dass sie ausdauernder sind
  • Sie tragen geeignetes Schuhwerk
  • Sie kennen sich in der Umgebung etwas aus
  • Sie müssen nichts zurücklassen (z. B. Tasche mit persönlichen Unterlagen)

Mitgliedsvertrag herunterladen

Einfach online ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben, zum nächsten Training mitbringen und sofort mittrainieren!

Anmeldung zum Anfängerkurs

×