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Dass irgendein Mensch auf Erden ohne Vorurteile sein könne, ist das größte Vorurteil.

August von Kotzebue, 1761-1819

Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

Albert Einstein, 1879-1955

Vorurteile sind Bestandteile unseres Lebens. Je mehr Menschen ein Vorurteil stützen, umso glaubhafter wirkt es, wobei die Nachprüfbarkeit angesichts der entstehenden Gruppendynamik und der oft herrschenden Vertrauensfrage, sowie des oft blinden Vertrauens in (auch sich selbst ernannte) Autoritäten und Fachleute häufig in den Hintergrund rückt. Bei Vorurteilen handelt es sich um soziale Urteile, die gegen anerkannte Normen und Werte verstossen:

  • Verstoß gegen die Rationalität:

    Gewünscht wird, dass Urteile nur auf Grund sicherer und geprüfter Fakten gebildet werden. Bei Vorurteilen urteilt man übereilt und vorschnell ohne Wissen des genauen Sachverhalts. Gegenargumente werden nicht oder nur unzureichend anerkannt, es wird von Einzelfällen auf den Gesamtzusammenhang geschlossen.

  • Verstoß gegen die Gerechtigkeit:

    Menschen oder Menschengruppen werden ungleich behandelt (z.B. Ausländer, Homosexuelle, Frauen).

  • Verstoß gegen die Menschlichkeit:

    Intoleranz und Ablehnung gegenüber einem anderen Individuum mit einer z.B. anderen Religion oder Hautfarbe

Auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist folgendes zu dem Thema Vorurteile nachzulesen: „Da Vorurteile eng mit dem positiven Selbstbild, mit dem Eigennutz und mit Gruppenkonflikten verbunden sind, gibt es zumeist keine dritte 'objektive', sodass der Wahrheitsgehalt der Urteile strittig bleibt. Wie soll man die Behauptung von Rechtsextremisten überprüfen, ‚die Juden hätten zu viel Macht’? Auch die Frage, ob Italiener wirklich ‚heißblütiger’ sind, ist kaum objektiv zu beantworten.

Gegenbeispiele richten bekanntlich wenig aus, da man sie als Ausnahmen abwerten kann. Das Erkennen von Vorurteilen hängt demnach von der Fähigkeit und der Bereitschaft ab, die eigenen Urteile und Bewertungen kritisch auf ihre Rationalität, ihre Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit zu prüfen und die möglicherweise abweichenden Perspektiven anderer einzubeziehen. Dass man gewöhnlich von seinen eigenen (Vor-)Urteilen fest überzeugt ist, zumal wenn sie wichtige Züge der eigenen Person betreffen, ist ein Hinweis darauf, dass die Überwindung von Vorurteilen ein langwieriger und schmerzhafter Prozess des Umlernens ist, da er oft mit der Aufgabe von Dominanz und nicht gerechtfertigten Privilegien verbunden ist.“

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